„Mein Name ist Ryk Thiem, gelernter Industriekaufmann, Ü30 und ich bin mediensüchtig.“
So könnte ein Treffen der Anonymen Internet-Süchtigen beginnen. Gibt es solche Selbsthifgruppen eigentlich schon? Egal. Das soll jetzt hier nicht das Thema sein. Bei diesen Treffen würden wahrscheinlich hauptsächlich Medienschaffende, Blogger oder Podcaster anzutreffen sein. Blogger bin ich, wie ihr unschwer erkennen könnt schon, zum Medienschaffenden habe ich es nicht geschafft.
Nachdem ich vorzeitig und ohne das Abitur in der Tasche das Gymnasium verlassen habe, um der Schulbank zu entrinnen, hieß es „Du brauchst einen anständigen Beruf, Junge!“. Und letztendlich wurde es bei mir viel konservativer als ich es mir erträumt hatte: ich wurde Industriekaufmann und arbeitete auch anschließend in diesem regulierten 9-to-5-Job. Doch diese Leben wollte nun so gar nicht zu mir passen. Eingezwängt wie in einer zu kleinen Zwangsjacke fühlte ich mich in diesem Job und dem dazugehörigen Leben. Kreativ und medienorientiert hatte ich im Sinn, stupide, unterbezahlt und routiniert war mein Arbeitsalltag.
Auch wenn der eine oder andere Kollege dieses Leben als Erfüllung ansah und ansieht, ich fühlte mich gefangen. Als dann die Gesundheit irgendwann ihren Tribut forderte, ergab sich die Chance, einmal wirklich über das Leben und die Lebensträume nachzudenken. Ich entschloss mich für den unkonventinellen Schritt noch einmal die Schulbank zu drücken um mich akademisch weiter zu bilden. Ich schrieb mich an der SAE für den Studiengang „Web Design & Development“ ein.

In meinem Blog ThiemGeist halte ich die Veränderungen oder Stationen meines Berufswechsels fest. Mit Anfang 30 einen Quereinstieg in eine bisher nur erfurchtsvoll aus der Ferne betrachtete Branche zu wagen macht mir einerseits Angst, andererseits beginne ich mich selbst langsam heimisch zu fühlen.
Und wie das so läuft könnt ihr im Blog lesen.
Viel Spaß und gute Unterhaltung wünsche ich euch.
Und nein, ich schaue nicht immer so irre.



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